Prof. Dr.-Ing. Frank Höfler

Wissen und Lehre

Verkehrswesen-Praxis in zwei Bänden
Verkehrsplanung
Verkehrstechnik

Inhalte - Verkehrstechnik

Datenerfassung und Aufbereitung

Analysen und Prognosen
Wahrscheinlichkeiten
Prüf- und Testverfahren

Die Bearbeitung von Fragestellungen aus dem Bereich der Verkehrsplanung erfordert eine ausreichende Datengrundlage zur Beschreibung des Ist-Zustandes bzw. zur Ableitung eines zu erwartenden künftigen Zustandes. Dazu stehen verschiedene Analyse- und Prognoseverfahren zur Verfügung. Die Grundlage bilden empirische Erhebungen zur beschreibenden Statistik sowie Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Über Stichproben und Testverfahren wird dabei der Erhebungsaufwand begrenzt. Zur Beschreibung der Zusammenhänge dienen Korrelations- und Regressionsansätze.

Fahrzeug und Strecke

Fahrdynamik und Fahrzeugfolge
Grundlagen des Verkehrsablaufs
Fundamentalbeziehungen

Eine Voraussetzung zur messtechnischen Erfassung und Aufbereitung empirischer Daten im Verkehrsablauf ist die Beschreibung der Zusammenhänge der Bewegungsabläufe eines oder mehrerer Fahrzeuge im Verkehrsstrom. Die Bewegung eines Fahrzeugs wird durch seine Fahrtrichtung, den zurückgelegten Weg, die erreichte Geschwindigkeit sowie durch Beschleunigungen im Fahrtverlauf beschrieben. Vereinfachend werden die Gesetzmäßigkeiten der geradlinigen Bewegung eines Massenpunktes benutzt. Allgemein werden zeitbezogene Größen verwendet. Daraus lassen sich die Zusammenhänge zwischen den Bewegungsgrößen ableiten.

Modellierung von Verkehrsabläufen

Umlegungsverfahren
Simulation

Modelle haben die Aufgabe, die Aspekte der Realität abzubilden, die unter dem Einfluss einer Veränderung abgeschätzt werden sollen. Wichtige Bestandteile der Realität sind einerseits die Elemente eines Verkehrssystems, aber auch das soziodemographische Umfeld. Daher müssen Modelle auch Bezüge herstellen können, die zu Entscheidungen innerhalb der Abläufe in einem Verkehrssystem führen. Im Verkehrswesen sind dabei zwei Bereiche von besonderer Bedeutung. Prognosen schätzen Entwicklungen ab und versuchen, künftige Zustände zu beschreiben. Hierbei kann es sich auch um Entwicklungen ohne direkte planerische Eingriffe handeln (z.B. Bevölkerungsentwicklung, Motorisierung). Maßnahmenwirkungen sind mit der Durchführung einer planerischen Entscheidung verbunden. Hier sollen die Auswirkungen auf das Verkehrssystem abgeschätzt werden, die aus einer Maßnahme (bzw. aus einer nicht realisierten Maßnahme) zu erwarten sind.

Leistungsfähigkeit im Straßenverkehr

Grundlagen der Leistungsfähigkeit
Leistungsfähigkeit der freien Strecke
Knotenpunkte ohne Lichtsignalanlagen
Vorfahrtregelung mit Verkehrszeichen
Rechts-vor-links Regelung
Kreisverkehre Knotenpunkte mit Lichtsignalanlage

Die verkehrstechnische Bemessung der Leistungsfähigkeit von Straßenverkehrsanlagen beruht auf der Grundlage, eine erwartete Verkehrsnachfrage mit einer befriedigenden Qualität für alle Verkehrsteilnehmer bei einer möglichst hohen Sicherheit abzuwickeln. Dazu werden Grenzen definiert, bis zu denen unter diesen Vorgaben die Funktion dauerhaft gewährleistet ist und gleichzeitig eine wirtschaftliche Gestaltung in Bau und Betrieb sichergestellt bleibt. Grundsätzlich kann so jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass eine Verkehrsanlage über einen kürzeren Zeitabschnitt überlastet ist. Neben zufälligen Nachfrageschwankungen spielt dabei auch eine Rolle, dass allgemein eine Überdimensionierung auf der Grundlage von kurzzeitigen Extremwerten vermieden werden soll.

Emissionen und Imissionsschutz

Im Vorfeld einer Planung sind die Auswirkungen des Verkehrsweges auf die Umwelt zu untersuchen. Gemäß dem Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG)109 [BMU – 2005] werden über eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) die voraussichtlichen Umweltwirkungen konkreter Projekte (Projekt-UVP) zur Entscheidungsvorbereitung systematisch zusammengestellt und beschrieben, um diese in einer Abwägung im Planungsablauf entsprechend zu berücksichtigen. Die Ausarbeitung der zugehörigen Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erfolgt durch Fachgutachter.

Verkehrssicherheit

Neben der Gewähr einer ausreichenden Leistungsfähigkeit bei annehmbarer Verkehrsqualität umfasst der Aufgabenbereich der Verkehrsplanung die sichere Gestaltung der Verkehrswege und die weitgehende Vermeidung einer Gefährdung der Nutzer. Unter Berücksichtigung der alltäglichen Lebensgewohnheiten und der verkehrlichen Bedeutung liegt ein Schwerpunkt der Arbeiten zur Verkehrssicherheit im Bereich des Straßenverkehrs und der im Straßenraum einzubeziehenden Verkehrsteilnehmer. Eine grundlegende Definition der Sicherheit ist über die Begriffe „Schutz vor Bedrohung“ und „Gefahrlosigkeit“ gegeben. Einerseits sind die Verkehrsteilnehmer durch geeignete Maßnahmen vor den gefährdenden Einflüssen des Verkehrs zu schützen und zu bewahren. Andererseits sind Verkehrsanlagen derart zu gestalten, dass deren gefahrlose Nutzung möglich ist.