Forschung und Entwicklung

Floating City

Der Cottbuser Ostsee benötigt ein besonderes Profil, um sich von den Mittbewerbern im Umfeld abzusetzen. Dies kann nur über eine innovative und einzigartige Planung erreicht werden.

Cottbuser Ostsee

„Floating City“ auf dem Cottbuser Ostsee

Bis 2025 wird mit dem Cottbuser Ostsee die größte Wasserfläche im Lausitzer Seenland entstehen. Zur Abschätzung einer künftigen Nutzung liegt bereits eine Potenzialanalyse vor, die insbesondere den Tagestourismus als wichtige Zielgruppe sieht. In einem Masterplan werden zudem Standorte für Schwimmende Bauten als Ferienwohnungen benannt. Die überregionale touristische Attraktivität ist jedoch auch im Zusammenhang mit entsprechenden Angeboten an bereits bestehenden Seen in der unmittelbaren Umgebung zu sehen.

Daraus leitet sich die Überlegung ab, dass Schwimmende Bauten am Cottbuser Ostsee kein besonderes Angebot darstellen können, wenn überhaupt eine Realisierung wirtschaftlich sinnvoll ist. Der relativ kostspielige Bau schwimmender Ferienhäuser wird kritisch gesehen, da ausreichende Flächen für Ferienhaussiedlungen landseitig in Ufernähe verfügbar sind. Die geringe Wassertiefe würde weiterhin einfache und kostengünstigere Pfahlgründungen erlauben, falls das Wohnen auf dem Wasser angestrebt wird.

Der Cottbuser Ostsee benötigt ein besonderes wahrnehmbares Profil, um sich von den Mittbewerbern im Umfeld abzusetzen. Dies kann nur über eine innovative und einzigartige Planung erreicht werden. Vorgestellt wird daher ein Projekt, dass eine schwimmende Siedlung (floating city) auf dem Ostsee vorsieht. Der modulare Aufbau ermöglicht eine vielfältige Nutzung als Ferien-, Hotel-, Tagungs- oder Eventanlage. Über mehrere Anlegestellen am Seeufer lässt sich eine „Kreuzfahrt“ auf dem See realisieren, wodurch beispielsweise verschiedene landseitige Attraktionen in ihrer Gesamtheit erlebbar werden.

Das Konzept beinhaltet die Kopplung und Reihung verschiedener Nutzungsmodule (Wohnen, Aufenthalt, Tagung/Event/Gastronomie) sowie der erforderlichen Technikmodule (Antrieb/Energie, Ver-/Entsorgung, Erschließung). Die schwimmende Siedlung bewegt sich mit geringer Geschwindigkeit autonom über die Wasserfläche.